Eheringe besiegeln den Bund des Lebens
Eheringe haben Tradition, ein sehr schöne und eine uralte Tradition. Eine ganz besondere Tradition ist natürlich, die in früheren Zeiten wie auch heute und sicherlich auch in Zukunft praktiziert wird, dass sich das Brautpaar bei der Trauung gegenseitig den Eheringe auf den Finger steckt.
Er dokumentiert und zeigt nach außen, dass sich die Eheleute gegenseitige Treue versprochen haben und in guten wie in schlechten Zeiten zu einander stehen wollen. Das Tragen von Ringen hat eine lange Geschichte. Es gibt sie, seit Menschen Gedenken. Und Eheringe gibt es, glaubt man alten Aufschreibungen, seit 2000 Jahren. Doch die Bedeutung von Trauringen war in der Geschichte nicht immer die gleiche. So waren die Römer schon sehr fortschrittlich. Wurde doch bei ihnen während der Trauung schon der Ehering vom Bräutigam an seine Braut überreicht – ein großer Schritt in Richtung Zivilisation.
Denn davor wurden häufig der Braut symbolisch statt der Übergabe des Traurings Fussfesseln angelegt. Und was noch gar nicht so lange gemacht wird: Dass Braut und Bräutigam die gleichen oder ähnliche, auf einander abgestimmte Eheringe tragen. Ganz lange hatten nur die Bräute einen Ehering, der zeigte, dass sie vergeben waren und für niemand anderes mehr zu haben. Noch im Mittelalter, ja bis in die Neuzeit hinein wurde eine Ehe häufig aus ganz anderen Gründen als der Liebe eingegangen. Da entschieden die Eltern bzw. meist die Väter, ob, wann und wer geheiratet wurde. Eine Liebesheirat war nur selten der Fall, strategische Überlegungen standen meist im Vordergrund.
Der Ehering symbolisierte damit weniger die Liebe als vielmehr die Verbindung zweier Familien, leider häufig vor allem aus wirtschaftlichen und nicht aus Gründen der Liebe.